Zucht und Zuchtvorbereitung – von Dr. Hans–Peter Brockamp…


Unabhängig vom Anpaarungstermin müssen die Zuchttiere zum Zeitpunkt der Anpaarung in einer vergleichbar guten Form sein, wie Reisetauben zu Beginn der Reise. Die Form der Eltern hat eine große Bedeutung für die Qualität der Nachkommen. Nur aus Zuchttauben in erstklassiger Verfassung ziehen sie hochwertigen Nachwuchs.

Ca. 4 Wochen vor der Anpaarung sollten die Tiere daher genauestens auf ihren Gesundheitszustand kontrolliert werden. Zeigen die Tiere Krankheitsanzeichen, kann entsprechend frühzeitig dagegen behandelt werden. Sind die Tauben während der Mauser einfach nur etwas zu fett geworden, empfiehlt sich eine 10-tägige Gemüse-Kur mit frischen Knoblauch/Zwiebel/Möhren/Rote Beete-Mix. Versetzen Sie diesen mit Probac 1000 und binden mit etwas Grüner Heilerde oder Phyto ab. Dazu geben Sie Blutreinigungstee. So werden die Tauben topfit in die Zucht gehen.

Die Futterumstellung von Winter- auf Zuchtmischung sollte fließend über 6-7 Tage erfolgen, niemals abrupt. Mit der Umstallung auf Zuchtmischung wird auch der Nahrungsergänzungsplan auf die Zucht umgestellt. Während der ersten 12 Tage der Brutphase kann die Beigabe der Nahrungsergänzung reduziert erfolgen.

Jungtieraufzucht

Die aus dem Ei schlüpfende Jungtaube besitzt ein nur sehr schwach bis gar nicht ausgeprägtes Immunsystem. Alles was sie zum Schutz gegen äußere Einflüsse benötigt, bekommt sie mit dem Kropfschleim von ihren Eltern. Bis das Immunsystem der Jungtaube vollständig entwickelt ist, dauert es mehrere Monate. Daher sollten die Zuchttauben ab dem 12. Bruttag regelmäßig nach dem Probac-Versorgungssystem für die Zucht geführt werden. Die aufeinander abgestimmten essentiellen Nährstoffe sowie die für die Immunabwehr so wichtigen, nützlichen Bakterien, ermöglichen so ein natürliches, widerstandsfähiges Wachstum. Achten Sie beim Absetzen der Jungtiere einmal auf deren Gefiederqualität!

 

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