Multiresistente Keime – von Dr. Hans–Peter Brockamp…


Die veröffentlichten Zahlen über Infektionen mit multiresistenten Keimen stammen aus Abrechnungsdaten. Danach erkranken und sterben deutlich mehr Menschen als bisher gedacht an antibiotikaresistenten Keimen und die Infektionen seit 2010 nehmen deutlich zu. Das Gesundheitsministerium beruft sich bisher alleine auf offizielle Meldezahlen von MRSA, die angeblich rückläufig seien. Aus vorliegenden Statistiken der Abrechnungsdaten deutscher Kliniken geht jedoch hervor dass MRSA-Keime im Vergleich zu 2010 um 7 % zugenommen haben. Bei den Krankenhauskeimen VRE (plus 40 % seit 2010) und ESBL (plus 77 % seit 2010) kommt das Bundesministerium für Gesundheit ebenfalls zu dem Urteil, dass es eine bundesweit ansteigende Tendenz gebe. „Dies bestärke die Bedeutung hoher Hygienestandards“. Bei diesen Keimen gibt es keine Meldepflicht, weshalb die Ministerien keine eigenen Zahlen vorlegen können. Diese verweisen lediglich auf die 2012 beschlossene Hygieneverordnung.

Hier einige interessante Zahlen:

30.000 gestorbene Patienten jährlich tragen multiresistente Keime in sich und sind möglicher weise daran gestorben. 30 % der Antibiotika-Verordnungen sind fragwürdig, ergab eine DAK-Analyse

300 Millionen Tonnen Fleisch isst die Menschheit jährlich. Um diesen Bedarf zu decken werden Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht. Dies erhöht das Krankheits- und Infektionsrisiko und somit den Einsatz von Antibiotika.

70 % aller Antibiotika werden in Deutschland in der Tierhaltung verbraucht.

2006 hat die EU leistungsfördernde Antibiotika in der Tierhaltung verboten.
Abgenommen hat die eingesetzte Menge seitdem nicht.

1707 Tonnen antimikrobielle Substanzen, darunter Antibiotika, setze Deutschland im Jahr 2012 in der Tiermedizin ein und ist damit Spitzenreiter (Erhebung der EU).

92 % der konventionell gehaltenen Schweine in Deutschland sind von MRSA befallen. Bei ökologisch gehaltenen Tieren sind es 26 %. (Studie Tierärztliche Hochschule Hannover). In den Niederlanden konnten Forscher bei 11 % der untersuchten Tiere in ökologischen betrieben MRSA nachweisen und bei 50 % der konventionell gehaltenen Tiere.

1 % aller Schweine wird in Deutschland ökologisch gehalten (Naturland Verband). Das entspricht ca. 250.000 Tieren.

90 % der Hühner in der Tiermast werden mit Antibiotika behandelt. Manche davon mit 8 verschiedenen Mitteln – bei einer Lebenszeit von ca. 30 Tagen.

24 % aller Menschen, die beruflich Kontakt mit Tieren haben, sind von MRSA-Keimen besiedelt. Menschen ohne beruflichen Kontakt zu Tieren zu 1.5 %.

2 % der erfassten Infektionen können eindeutig dem LA-MRSA-Erreger zugeordnet werden. So heißen die Keime, die vorwiegend in großen Mastanlagen nachgewiesen werden. Insgesamt nimmt die Zahl der MRSA Erreger in der Landwirtschaft sehr stark zu.

In den 90er Jahren begann Dänemark den Verbrauch von Antibiotika in der Landwirtschaft zu analysieren. In den Niederlanden vergleicht eine unabhängige Überwachungsbehörde den Antibiotika-Verbrauch der Betriebe. Wer schlecht abschneidet, muss eine Strafe bezahlen.

Seit dem 1. Juli 2014 müssen Betriebe in Deutschland, die Rinder, Schweine, Hühner und Puten zur Mast halten, systematisch erfassen, wie häufig ihre Tiere mit Antibiotika behandelt werden. So erhoffen sich die Landwirtschaftministerien, die Betriebe besser miteinander vergleichen zu können.

282 Proben (37,7 %) waren 2012 nach dem Zoonose-Monitoriing des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (BVL), mit dem die Verbreitung von Krankheitserregern erfasst wird, die zwischen Mensch und Tier wechselseitig übertragbar sind, MRSA-positiv. 749 Proben frisches Putenfleisch aus dem Einzelhandel wurden untersucht. Beim Fleisch von Mastkälbern und Jungrindern waren 44 von 421 positiv (10,5 %).

Ab 70 Grad Temperatur werden Keime abgetötet. Kochen, Grillen oder Braten überleben die Keime in der Regel nicht. Übertragung von MRSA-Keimen durch Lebensmittel ist daher eher die Ausnahme. Doch Vorsicht bei der Zubereitung: tiefe Temperaturen in Gefrierschrank und Kühlschrank überleben die Keime sehr gut. Daher sollten Sie nach der Zubereitung stets die Hände waschen und getrenntes Geschirr für Fleisch und z.B. Salat, der ja nicht erhitzt wird, benutzen.

 

Natürlich gesunde Tiere durch probiotische Bakterien

Die Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit und Gesundheit unserer Tiere ist eine intakte Darmflora. Probiotische Bakterien stellen eine effektive Möglichkeit dar, diese auf eine natürliche Weise gesund zu halten.

Probiotische Bakterien (Probac)

Über Jahrmillionen hinweg haben sich verschiedene Bakterienkulturen mit warmblütigen Lebewesen zu einem geschlossenen System gegenseitigen Nutzens entwickelt. In Form optimaler Wachstumstemperatur sowie der konstanten Zufuhr von essentiellen Nährstoffen erhalten Bakterien von dem tierischen Organismus den optimalen Lebensraum für ihr Wachstum. Die Tiere erhalten als Gegenleistung von den Bakterien Hilfe bei den Verdauungsprozessen.

Natürliches Gleichgewicht

Dort wo Lebewesen nicht gestresst, ausgewogen und ohne Medikamente ernährt, in einer sauberen Umwelt leben, befinden sich der Körper und die Darmbakterien-population in einem idealen, gesunden Gleichgewicht. In diesem Idealzustand ist sowohl eine optimale Nahrungsverwertung als auch eine natürliche Resistenz gegen krankmachende Organismen gegeben. Unsere Tiere sind jedoch verschiedensten Stresssituationen ausgesetzt. Zahlreiche von Außen einwirkende Veränderungen können diese positive, gegenseitig nützende Beziehung zur Darmbakterien-population aus dem Gleichgewicht bringen.

Nützliche Bakterien produzieren Milchsäure, Hydrogenperoxide, natürliche Antibiotika sowie einige andere Wirksubstanzen, mit deren Hilfe im Darm vorhandene krankmachende Keime, meist E. coli, Hefebakterien oder Salmonellen, unter Kontrolle gehalten werden. Diese Mikroorganismen sind oft latent im Organismus vorhanden und warten nur auf die Möglichkeit, bei auftretendem Stress als Krankheit auszubrechen.

Der pH-Wert im Darm gesunder Tiere ist leicht sauer. Bei Darminfektionen wechselt er ins Alkalische. Probiotische Bakterien regulieren den pH-Wert im Darm, so dass Infektionen nicht so schnell auftreten können. Darüber hinaus produzieren sie u. a. schützende Schleime und besetzen entscheidende Rezeptoren in der Darmwand, so dass krankheitserregende Keime keinen Platz finden, sich einzunisten.

Darüber hinaus besitzen probiotische Bakterien einen appetitanregenden Effekt. Sie produzieren eine Reihe von wirksamen Darmenzymen und Vitaminen und helfen uns, das Maximum an Nährstoffen aus der Nahrung aufzunehmen. Die Futterverwertung wird verbessert, was zur Steigerung der Energiereserven ausgenutzt werden kann.

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Dr. Hans – Peter Brockamp
IPC Sportprodukte

Oberstraße 102
56154 Boppard

Tel.: +49 2651 701 360
Fax: +49 2651 701 361
E-Mail:info@probac.de

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