Ad Fortuin aus Strijen (Süd- Holland) gewinnt den 1. National und 1. International Pau…


In den letzten Jahren wurde der Auflass der Tauben in Pau an den geplanten Freitagen aufgrund schlechter Wetterbedingungen in der Region Pau häufiger verschoben. Sie wechselten auch zu einem Auflassplatz an einem anderen Ort im Süden Frankreichs. Im Jahr 2021 wurde beispielsweise nach Mont de Marsan und letztes Jahr nach Bordeaux im Westen umgepant. Dies beeinträchtigt etwas den klassischen Pau-Auflass, der schließlich Weltruhm hat. Der Organisator Colombe Joyeuse in Brüssel hatte sich im vergangenen Winter bewusst für einen neuen Auflassplatz entschieden, der etwas nordöstlich von Pau liegt. Dies in der Hoffnung, das schlechte Wetter zu vermeiden, das in der alten Gegend häufiger vorkam. Die Wahl fiel auf den sehr geeigneten Ort, nämlich das Hippodrome du Pont-Long in Pau in den Pyrénées-Atlantiques. Diese internationale Rennbahn hat eine Länge von 865 Metern und in der Umgebung gibt es keine Hindernisse wie hohe Bäume und/oder Stromleitungen. Eigentlich ideal zum Auflass.
Im Jahr 2022 nahmen 15.436 Tauben am internationalen Wettbewerb teil und wurden von sechs Ländern eingesetzt. England und auch Luxemburg waren nach einem Jahr Abwesenheit (u.a. Corona) wieder dabei.
Leider mussten wir in diesem Jahr feststellen, dass fast alle teilnehmenden Länder weniger Tauben im Korb hatten. Ein Rückgang zwischen 17 und 21 %. Mit Ausnahme von England, wo 122 weitere Teilnehmer an diesem Klassiker teilnahmen. International bedeutete dies, dass 2.905 Tauben weniger im Rennen waren. International waren 12.631 Tauben im Wettbewerb.
Am Freitagmorgen (23. Juni) gab es in Pau und Umgebung tiefe Wolken mit Nebel. Leider war es am frühen Morgen nicht möglich, die Tauben freizulassen, sodass der Auflass auf Samstag verschoben wurde. Die Prognosen für Samstag und Sonntag waren besser.
Am Samstag gab es am Auflassort keine Wolken und fast keinen Wind bei einer Temperatur um die 16°C. Auf der Flugstrecke keine Wolken und schwacher Wind, überwiegend aus Nordost. Es wurde beschlossen, um 7.20 Uhr zu starten.
In den Abendstunden wurden die PCs, Laptops, I-Phones usw. wieder eingeschaltet, um die ersten Ankömmlinge in Frankreich zu sehen und ihre Ankünfte zu verfolgen. Diese ersten Ankünfte gaben einen Hinweis darauf, wann in den anderen Ländern mit Tauben zu rechnen ist. Nach einer ersten Ankunft steigt dann die Aufregung. Wer bekommt wo eine frühe Taube oder vielleicht den nationalen/internationalen Sieg….
Dann erschien um 19.45 Uhr die erste Benachrichtigung. Der bekannte Züchter aus Rollot (Abt. Somme) n.l. Gerard Ledoux hatte um 19:43 Uhr zwei Tauben auf einer Distanz von 733 km. Damit erreichten beide eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 986 m/min. Wenig später folgten zwei Meldungen von Philippe Bazille aus Ailly le Haut Clocher. Dieser bekam zwei Tauben bei 771 km um 19,44 und 19,51 auf und das ergab Geschwindigkeiten von 1036 und 1026 m/min. Die schnellste Taube Frankreichs wurde von Noyelle Hervé aus Preures bei 821 km und einer Geschwindigkeit von 1044 m/min konstatiert.
Die erste belgische Taube wurde von Christian Cuvelier aus Tournai, einer Stadt an der Schelde in der Provinz Hennegau, gemeldet. Sie wurde um 21:38 Uhr in einer Entfernung von 658 km gemeldet. Geschwindigkeit 997 m/min.
Ebenfalls aus England kam eine Meldung des bekannten Fondsspielers Mark Gilbert aus Winkfield. Er konstatierte seine Taube um 21:45 Uhr auf einer Distanz von 902 km. Geschwindigkeit 1041 m/min.
Am ersten Flugtag trafen insgesamt 215 Tauben ein, davon 18 aus Belgien und 2 aus Grossbritannien. In Deutschland war es Freialdenhofen und Söhne aus Aldenhofen, die am Sonntagmorgen um 8.06 Uhr die erste Taube mit 981 km und einer Geschwindigkeit von 871 m/min konstatierten. Es folgte Luxemburg mit Hubberto Alves, dessen Taube am Sonntagmorgen um 8.56 Uhr 861 km mit einer Geschwindigkeit von 732 m/min den Schlag erreichte.
Leider war es in den Niederlanden am ersten Flugtag unmöglich, Tauben zu bekommen. So wurde es Sonntagmorgen, als die erste Meldung aus den Niederlanden auf der ZLU-Meldeliste erschien. Und dieser kam aus Strijen in Südholland. Um 5.04.57 Uhr sah der weithin bekannte Langstreckenzüchter Ad Fortuin, wie sein erstgezeichenter „Joep“ auf dem Ausflug landete. Er hatte die Strecke von 1004 km mit einer Durchschnittegeschwindigkeit von 1062 m/min. zurückgelegt.

Das bedeutete den 1. Preis International und National !!!

Am Samstagabend wurde Ad schnell klar, dass in den Niederlanden und schon gar nicht auf den weiteren Strecken keine Tauben ankommen würden. Trotzdem blieben er und seine Frau Willeke auf der Terrasse und genossen Kaffee und Erfrischungsgetränke. Er blieb bis 23 Uhr draußen. Anschließend ließ er eine Lampe im Garten brennen, um den Bereich zu beleuchten, falls in der Nacht eine Taube vorbeifliegen sollte. Die Klappen blieben geöffnet und das System eingeschaltet.
Ad weiß besser als jeder andere, dass am zweiten Flugtag die ersten Tauben sehr früh auf den Flügel gehen können. Am Sonntagmorgen war er daher bereits um 5 Uhr bei den Tauben und lief in Richtung Schlag. Auf dem Schlag wurde er von einer Taube überholt, die so schnell ankam, dass Ad sie nicht erkannte. Als er das System betrachtete, sah er, dass es „Joep“ war.

Leider hatte Ad ihn nicht kommen sehen.

Herzlichen Glückwunsch !

(c) www.herbots.com Autor: Marcel Görtzen


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