Im APRIL 2019 – von Dr. Peter Boskamp…


Ausdauer und Muskelregeneration

“Man erblickt nur, was man schon weiß und versteht”

Johann Wolfgang von Goethe                               

Vor mehr als zehn Jahren sind mir zum ersten Mal die Omega-Fettsäuren bewusst geworden. Die Annahme, dass bestimmte Fettsäuren aus dieser Gruppe- insbesondere Derivate der Omega-3-Gruppe- bei der Entwicklung des Gehirns eine wichtige Rolle spielen, war damals noch relativ neu. Hier wird auf EPA und DHA abgezielt. Inzwischen ist viel passiert und es wurde viel geforscht. Was damals mehr und mehr auffiel, war, dass unsere Nahrung zu viele Omega-6-Fettsäuren enthält, die das Gleichgewicht zwischen Omega-3 und Omega-6 erheblich stören können. Klinische Studien zeigten, dass durch die Vergabe von Omega-3-Fetten während der Brut große Verbesserungen in der Entwicklung der Jungtiere erzielt werden konnte. Die Vergabe unseres Omega-3 Öls ist mittlerweile sehr verbreitet. Es wird ein deutlicher Unterschied zwischen den Derivaten der Omega-Fette und den normalen Omega-Fetten gemacht. Es ist besonders wichtig, dass die normalen Omega-Fette im richtigen Verhältnis vorliegen. Aber dazu später mehr.

Die Geschichte zeigt, dass die etablierte Ordnung so einige revolutionäre Ideen oft in den Hintergrund verdrängt. Nehmen wir das Beispiel des Internisten aus Australien, der in den 80er Jahren die These vertrat, dass Magengeschwüre durch ein Bakterium, das Helicobacter pylori verursacht wird und mit Amoxicillin behandelt werden kann- wie bereits früher im Buch benannt. Dieser Mann erhielt später den Nobelpreis für den Beweis seiner These.

Ein anderer Nobelpreisträger zu Beginn des letzten Jahrhunderts, dessen These ebenfalls zunächst belächelt wurde, war ein deutscher Wissenschaftler, der argumentierte, dass Krebs durch einen Sauerstoffmangel in den Zellen verursacht wird. Während meines Studiums wurde diese Annahme wiederholt heruntergespielt und lächerlich gemacht. Wie sollte ein Sauerstoffmangel zu Krebs führen können? Allerdings sprach er über Sauerstoffmangel in den Zellen und nicht über einen Sauerstoffmangel an sich. Wissenschaftler machten sich an die Arbeit und suchten nach der Lösung, um den Patienten zusätzlichen Sauerstoff zu verabreichen. Aber die Ergebnisse waren enttäuschend und machten den Wissenschaftler noch lächerlicher. Und dennoch war er von seiner gründlichen wissenschaftlichen Forschung überzeugt. Jahrelang wurde diese These ignoriert. Die Krebsforschung konzentrierte sich auf das Milliardengeschäft von Chemotherapie und Bestrahlung. Erst seit Kurzem wird umgedacht und darauf geachtet, das Immunsystem zu verbessern, um die Krankheit zu bekämpfen. Das ist ein ermutigender Ansatz.

Ende des 19. Jahrhunderts entstanden Verfahren, bei denen Fette künstlich gehärtet wurden. Es eröffnete sich ein goldener Markt für die Industrie. Durch das industrielle Härten von Fetten waren Produkte wie Margarine zum Beispiel erst möglich. Bei dieser Härtung wird Fett hydriert: Wasserstoff wird durch die flüssigen Fette geleitet, wodurch sie aushärten. Auf diese Weise werden sogenannte Transfette gebildet. Diese wurden im Anschluss überall verarbeitet, auch in Margarine. Margarine wurde damals als Segen für die Menschheit betitelt und überall verwendet. Im Jahr 1929 wurde das Patent auf das Verfahren erteilt und wichtige Lebensmittelprobleme entstanden. Transfette waren aus unserer Ernährung nicht mehr wegzudenken. Seltsamerweise hat auch die Zahl der Krebsfälle seitdem zugenommen. Diese Entwicklung setzte sich fort, als in den frühen sechziger Jahren Kühe immer mehr Kraftfutter erhielten, um die Milchleistung zu steigern. Die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in der Milch, die eigentlich durch das Gras produziert wurden, nahmen proportional pro Liter Milch ab. Das Gras ist für die Kühe der Lieferant von Omega-Fettsäuren.

Dies führte dazu, dass Menschen immer weniger Omega-Fettsäuren und vor allem Omega-3-Fettsäuren aufnahmen und die Menge von Transfetten, die wir konsumieren, immer größer wurden.

Inzwischen haben die USA die Transfette verboten, weil erkannt wurde, wie schädlich sie für die Gesundheit sind. In der EU sind sie immer noch zulässig. Schlimmer noch, liegt die Menge an Transfetten unter einem bestimmten Prozentsatz, müssen sie nicht einmal angegeben werden. Ein amerikanischer Professor, der die Geschichte des Nobelpreisträgers aus Deutschland auf eine andere Weise anging, hat entdeckt, dass schon kleine Mengen von Transfetten auf lange Sicht gesundheitsschädlich sein können. Dieser amerikanische Professor stellte eine Verbindung zwischen der Sauerstoffaufnahme in den Zellen und den Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren her. Es ist wichtig, Unterschiede zwischen den verschiedenen Omega-Fettsäuren im Vergleich zu ihren Derivaten zu machen. Die eine Fettsäure ist nicht wie die andere. Als wir Anfang der 2000er Jahre damit begannen, ein Öl für unsere Tauben zu entwickeln, wurde uns schnell klar, dass manche Öle besser geeignet waren als andere.

Omega-3-Fettsäuren haben eine entzündungshemmende und Omega-6-Fettsäuren eine entzündungsfördernde Wirkung. Die Balance zwischen den beiden ist wichtig, um sicherzustellen, dass verschiedene Prozesse im Körper reibungslos ablaufen. Wie gesagt, im Laufe der Zeit gab es ein verzerrtes Wachstum des Verhältnisses zwischen Omega-3 und Omega-6 von 1:25 zugunsten von Omega-6. Letzteres ist absolut unerwünscht. Das ist jetzt der Grund, dass es einen Hype bei der Verwendung von Omega-3-Fettsäuren gibt. Es wird im Grunde keine Magarine mehr produziert, die nicht damit wirbt, dass sie reich an Omega-3 sei. Daran ist nichts zu beanstanden. Aber das ist nicht die ganze Geschichte. Diese Aussage gibt zum Beispiel nicht an, ob es sich dabei wirklich um Omega-3 oder um ein Derivat davon handelt. Der Körper braucht basisches Omega-3 und basisches Omega-6 im richtigen Verhältnis. Warum? Das ist genau der Knackpunkt, wo es interessant für sowohl Menschen als auch für unsere Tauben wird.

Omega-3- und Omega-6-Fette müssen im richtigen Verhältnis eingenommen werden. Wenn dies geschieht, werden diese Fettsäuren in die Zellwände aufgenommen. Vielleicht fragen Sie sich, wieso das wichtig ist. Nun, derselbe amerikanische Professor hat bei der Feststellung geholfen, dass diese grundlegenden Omega-3- und Omega-6-Fette als Sauerstoffmagnete in der Zellwand wirken. Die Omega-3- und Omega-6-Fette in den Zellwänden sorgen dafür, dass Sauerstoff in die Zellen gelangen kann. Auf diese Weise können die Zellen weiterhin Energie durch Sauerstoffverbrennung produzieren. Wenn die Zellen nicht genug Sauerstoff bekommen, dann verbrennen sie sauerstofffreien (anaeroben) Zucker. Der deutsche Nobelpreisträger von 1931 hatte bereits festgestellt, dass Zellen, die zu wenig Sauerstoff erhalten- er erwähnte sogar nur eine Verminderung von 35%- auf die anaerobe Verbrennung umschalten, die nicht rückgängig gemacht werden kann. Diesem Professor Warburg nach kommt ein Mechanismus ins Spiel, der die Zellen dazu bringt, eine Überlebensstrategie anzunehmen. Sie werden sich so schnell wie möglich teilen und Zucker verbrennen. Der Weg zum Krebs.

Können Sie noch folgen? Obwohl dieses Prinzip sehr einfach ist, ist es schwer zu erkennen, denn man muss es sehen wollen, genauso wie bei einem Rätsel. Transfette sind teilweise verformte Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Im Prinzip kann der Körper wenig damit anfangen, weil sie nicht natürlich vorkommen. Wenn ein Körper jedoch mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterversorgt ist, sucht er nach ähnlichen Strukturen, die er zum Aufbau in den Zellwänden benutzen kann. Richtig! Das sind dann diese Transfette. Sie funktionieren jedoch nicht wie Sauerstoffmagnete und sind daher wertlos für die Zellen. Das Ergebnis ist, dass die Zellen immer weniger Sauerstoff aufnehmen können. Und langsam aber sicher…

Es steht fest, dass bereits geringe Mengen an Transfetten in der Nahrung den Einbau der guten Omega-3 und 6-Fettsäuren drastisch reduzieren können. Infolgedessen funktionieren die Zellen aufgrund der regelmäßigen Aufnahme kleiner Transfettmengen bereits schlechter. Das eine führt zum anderen.

Der Körper weiß, dass er mit defektem Material arbeitet und fordert eine weitere Nahrungsaufnahme. Er gibt Signale, was zum Hunger führt. Auf diese Weise hofft er, genug gute Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zu erhalten, um das Problem zu beheben. Leider funktioniert das meistens nicht und gleichzeitig folgt die Adipositas. Auch bei Kindern.

Cholesterin bindet sich an diese Transfette und kann somit zu Problemen an den Blutgefäßen führen. Ich fand die Beschreibung des amerikanischen Professors lustig. Wir arbeiten alle daran, den Cholesterinspiegel im Körper zu senken, da dieser schädlich für die Blutgefäße ist und das Risiko von Herzerkrankungen erhöhe. Der Professor sagte: ”Wir können die Transfette mit betrunkenen Leuten vergleichen, die hinter dem Steuer sitzen. Anstatt die betrunkenen Leute von der Straße zu nehmen, versuchen wir das Problem zu lösen, indem wir alle Autos (Cholesterin) von der Straße entfernen. Gegen die Betrunkenen unternehmen wir nichts.“

Es gibt Studien, die darauf hinweisen, dass eine übermäßige Reduzierung von Cholesterin die Wahrscheinlichkeit von Krebs erhöhen kann.

Wir haben gesehen, dass die Omega-3 und -6-Fettsäuren als Sauerstoffmagnete in den Zellwänden funktionieren. Wo ist das wichtiger als in den Muskelzellen bei den Tauben? Forschungen in Italien bei Langstreckenläufern zeigten, dass diejenigen, die das korrekte Verhältnis von Omega-3 und -6 erhielten, alle schneller waren als die Tauben, an die Placebo-Fettsäuren verabreicht wurden. Auch die Regeneration dieser Tauben verlief viel schneller. Es gab keine Muskelkrämpfe und keine Muskelschäden durch Übersäuerung, wenn die Zuckerverbrennung ohne Sauerstoff stattfindet. Und somit können all diese Erkenntnisse wichtig für unsere Tauben sein.

Das war Grund genug, ein Öl zu entwickeln, dass die guten Omega-Fettsäuren im richtigen Verhältnis und in kaltgepresster Qualität enthält. Kaltgepresst, da das Erhitzen beim Pressen Transfette entstehen lässt. Denn nicht nur während des Flugs ist mehr Sauerstoff für die Zellen wichtig, sondern auch bei der Erholung nach dem Flug. Es ist ebenfalls von großer Bedeutung, dass wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass die Muskelzellen dann weniger geschädigt werden.

Viel Erfolg !

Boskamp_aug_2012

Ihr Peter Boskamp

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